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Wettbewerb für globale Nachhaltigkeit an baden-württembergischen Hochschulen

Klimawandel - regional und global. Nachhaltigkeits-Coaching mit und für Lehrerinnen und Lehrer

Universität Heidelberg und Pädagogische Hochschule Heidelberg

AnsprechpartnerInnen: Prof. Dr. Alexander Siegmund, Dr. Nicole Vollweiler und Dr. Jörg Kraus



Das Projekt entwickelt eine Weiterbildungsmaßnahme für 20 Lehrer/innen aller Fachrichtungen. Vor dem Hintergrund, dass Nachhaltigkeit als Themenbereich in die Bildungspläne in Baden-Württemberg Eingang findet, ist die Ausbildung in den Hochschulen und die Weiterbildung für Lehrer ein Nukleus zur Aktivierung von Personen und zur Vermittlung von Kompetenzen. Der inhaltliche Fokus auf „Klimawandel“ erlaubt es, aus dem direkten Lebensumfeld einen Bogen zur globalen Thematik zu spannen. Der didaktische Anspruch steht hinter dem im Titel gebrauchten Begriff „Coaching“. Damit sind Kernkompetenzen von Universität und Pädagogischer Hochschule vereint. Eingebunden sind eine Studentin und eine Doktorandin, die auch am Aufbau neuer Lehreinheiten mitwirken. Beispielhaft werden Inhalte sowohl aus der Forschung zum Klimawandel als auch aus der Lehrpraxis in den Wissensaustausch gebracht. Das Weiterbildungsmodul baut auf den Erfahrungen in Universität (Heidelberg Center for the Environment HCE und Junge Universität) und PH (Interdisziplinäres Institut für Naturwissenschaften, Technik, Gesellschaft NTG) auf, die mit Projektseminaren in der Zusammenarbeit mit Schulen im Kooperationscluster Nachhaltigkeit gemacht wurden.

Hier werden Lehramtsstudierende zu „Nachhaltigkeits-Coaches“ ausgebildet. Der beantragte Erlebnisworkshop geht weit darüber hinaus: Als Fortbildungsmöglichkeit für Lehrer/innen konzipiert, bringt der Workshop das Thema Nachhaltigkeit sichtbar und dauerhaft in die Schulen und damit in die Gesellschaft hinein.Die Weiterbildung soll im September 2014 in Brombach im Odenwald stattfinden. Hier stellt die Evangelische Stiftung Pflege Schönau ein Areal mit Tagungsmöglichkeit und der Übernachtung in Baumhäusern zur Verfügung. Der Wald ist neben anderen lokalen Nutzpflanzen (z.B. Wein) ein guter Ausgangpunkt, um Klimawandel in seinen natürlichen, ökonomischen und sozialen Auswirkungen darzustellen. Dies bietet die Basis für ein Verständnis von Veränderungen, die exemplarisch auch für andere Teile der Welt dargestellt werden. Das Thema Klimawandel lässt diesen Brückenschlag vom Lokalen zum Globalen zu.

Dass es bei der Suche nach Lösungen nicht allein um technische Fragen geht, wird im Rollenspiel „Der Weltklimarat tagt“ deutlich. In Expertengruppen geht es um Themen wie „Klimawandel messen und beobachten“, „Klimageschichte“, „Einfluss des Menschen“, „Zukünftige Klimaentwicklung“, „Klimawandel und Gerechtigkeit“. Ziel ist es „Prototypen“ zu entwickeln, mit denen das Thema in die Schule getragen werden kann. Dies soll mindestens eine Lehreinheit sein, doch gibt es auch ein Modul, in welchem es um Konzepte für Outdoor Education, AG-Konzepte oder Veranstaltungsformate für Unterricht und Engagement in der Schule geht. Angestrebt ist ein Nachtreffen nach ca. 6 Monaten, das außerhalb des Förderprogrammes stattfinden wird und der Diskussion der Praxiserfahrungen dienen soll. Dadurch werden eine weitere Kooperation zwischen den Lehrern und den Hochschulen sowie eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Inhalte angeregt.