Wettbewerb für globale Nachhaltigkeit an baden-württembergischen Hochschulen

Quo vadis Nachhaltige Entwicklung? 30 Jahre nach dem UN-Bericht „Unsere gemeinsame Zukunft“ an der Universität Tübingen

Ansprechperson: Herr Prof. Dr. Thomas Potthast, nachhaltig@uni-tuebingen.de

Die Universität Tübingen wurde für ihre Studium Generale-Vorlesung Quo vadis Nachhaltige Entwicklung? 30 Jahre nach dem UN-Bericht ‚Unsere gemeinsame Zukunft‘ ausgezeichnet. Die Vorlesungsreihe wurde vom Kompetenzzentrum für Nachhaltige Entwicklung organisiert und fand im Wintersemester 2017/18 montags von 18-20 Uhr statt (Kupferbau, Hörsaal 21).

Im Fokus stand der sogenannte „Brundtland-Bericht“, der vor 30 Jahren von der UN-Kommission für Umwelt und Entwicklung veröffentlicht wurde. Darin wurden Umwelt- und Entwicklungsfragen erstmals systematisch aufeinander bezogen und Nachhaltige Entwicklung als globale Zielsetzung formuliert. Im Rahmen der Vorlesungsreihe wurde aus verschiedenen Perspektiven –  Zivilgesellschaft, NGOs, (Entwicklungs-) Politik, Recht, Ethik, feministische Forschung, Ökonomie etc. – erörtert, wie nachhaltig die Entwicklung seit 1987 tatsächlich war und ist.

Für das Gesamtprogramm der Studium Generale Reihe konnten wir eine einmalige inter- und transdisziplinäre Kombination  von Expert*innen gewinnen. Dabei ist uns eine gute Balance zwischen forschungsorientierten und praxisnahen sowie lokalen und internationalen Referent*innen gelungen. So konnten im Rahmen der Vorlesungsreihe die Motive und Konflikte bei der Entstehung des Berichts und weiterer internationaler NE-Aktivitäten aufgezeigt sowie die aktuellen Herausforderungen im Diskurs der globalen Nachhaltigkeit aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet werden. Hierfür wurden, dank der finanziellen Unterstützung durch campusWELTbewerb, auch zwei hochkarätige Redner*innen aus dem Globalen Süden eingeladen.

Das Format Studium Generale ermöglicht die Begegnung und den Austausch von Forschenden, Studierenden und der Stadtgesellschaft. An den einzelnen Terminen nahmen jeweils zwischen 100 und 250 Personen teil, insgesamt konnte ein Publikum von etwa 1.800 Zuhörer*innen mit der Ringvorlesung erreicht werden, welche sich aus Studierenden, Universitätsangehörigen und der Tübinger Zivilgesellschaft zusammensetzten. Besonders gut besucht waren der Eröffnungsvortrag von Dr. Volker Hauff, die Vorträge von Alberto Acosta und Dr. Brigitte Dahlbender sowie der Abschlussvortrag von Dr. Sybille Hartmann und Dr. Manuel Haus. Auf Wunsch des Publikums steuerten fast alle Redner*innen weiterführende Literaturhinweise zur jeweiligen Thematik bei, sodass im Anschluss an die Ringvorlesung eine Literaturliste erstellt werden konnte, die auf der Website zur Ringvorlesung zu finden ist. Von der Diskussionsmöglichkeit nach jedem Vortrag wurde reichlich Gebrauch gemacht. Das komplette Programm der Vorlesungsreihe sowie die Literaturliste findet sich hier.

Im Rahmen von Studium Generale Reihen können Studierende an der Universität Tübingen bei einer regelmäßigen Teilnahme 2 ECTS erlangen. An unserer Ringvorlesung haben etwa 50 Studierende diese ECTS erlangt, was ein vergleichsweise hoher Anteil ist. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Studium Generale Reihe eine sehr erfolgreiche Vorlesungsreihe war, was sich vor allem in der stetig hohen Besucher*innenzahl und den lebhaften Diskussionen widerspiegelte. Zudem lobten sowohl das Publikum als auch die Redner*innen die einmalige und gelungene Programmauswahl.